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Der Domchor

Der Domchor Paderborn steht in der jahrhundertealten Sängertradition der Bischofskirche zu Paderborn, die sich zurückverfolgen läßt bis in die Zeit des Bischofs Hathumar (806-815). Mit Beginn des 13. Jahrhunderts werden erstmals Namen von Kantoren genannt, zu deren Aufgaben es gehörte, Domschüler als Nachwuchssänger heranzubilden. Seit der Zeit der kirchenmusikalischen Restaurationsbewegung des allgemeinen Cäcilienverbandes im 19. Jahrhundert ist die kirchenmusikalische Gestaltung der Liturgie im Hohen Dom wieder das zentrale Anliegen des Chores. Die Pflege des gregorianischen Chorals sowie die altklassische Vokalpolyphonie sind Schwerpunkte der musikalischen Literatur. Messen und Motetten der Wiener Klassik, Chormusik der Romantik und zeitgenössische Werke gehören zum festen Bestand im Repertoire des Domchores.

Neben dem konzentrierten Singen wird die Pflege der Gemeinschaft großgeschieben. Reisen, Konzertfahrten und Ausflüge führten den Chor u.a. mehrfach nach Rom, nach Malta, Kanada und in zahlreiche deutsche Bischofskirchen.

Der Domkapellmeister sucht die Sängerknaben des Domchores aus den zweiten und dritten Jahrgangsstufen aller Paderborner Grundschulen und den umliegenden Gemeinden aus. Nach einem Vorsingen werden die Begabten von ihnen ausgewählt. Bevor sie in den Chor aufgenommen werden, müssen sie zunächst eine einjährige Vorschule zur Stimmbildung absolvieren. Außerdem bekommen sie die musikalische Elementarlehre vermittelt. Die jungen Männerstimmen des Domchores sind alle ehemaligen Sängerknaben.



Die Mädchenkantorei am Hohen Dom zu Paderborn

Mit viel Motivation und Freude engagieren sich derzeit 90 Mädchen zwischen 7 und 20 Jahren am Hohen Dom zu Paderborn für die Verkündigung des christlichen Glaubens durch Musik und Gesang. Mittelpunkt der Aktivität ist die vokalmusikalische Gestaltung der Liturgie, an der die Mädchenkantorei neben Domchor, Domkantorei und Schola Gregoriana seit 2008 beteiligt ist.

Am 20. Oktober 2008 begannen für die Sängerinnen der neu gegründeten Mädchenkantorei die Proben. Am zweiten Adventssonntag 2008 erfolgte die erste Gottesdienstgestaltung im Kapitelsamt des Hohen Doms.

Die Mitglieder der Mädchenkantorei proben in vier verschiedenen Altersgruppen, jeweils zwei Mal pro Woche. Regelmäßige Stimmbildung gehört bei den älteren Mädchen zur musikalischen Förderung. Zusätzlich kommen alle Gruppen mit Ausnahme des Vorchors einmal im Monat zu einem „Probensamstag“ zusammen. Aufmerksamkeit und Pflege erfährt auch die Chorgemeinschaft.

Neue Chorsängerinnen werden jeweils aus den Grundschulen im Raum Paderborn aufgenommen. Für begabte Mädchen aller Altersstufen, gerne mit musikalischer Vorbildung und/oder Erfahrung in einem Instrument, ist der Chor jederzeit offen, „Schnuppern“ ist erwünscht. Engagement, Können und Zuverlässigkeit sind ebenso vorausgesetzt wie ein Vorsingetermin bei Domkantorin Gabriele Sichler-Karle.

Die älteren Chormitglieder freuen sich in diesem Jahr auf zwei besondere Höhepunkte: Gemeinsam reisen sie zum 35. Internationalen Kongress der Pueri Cantores, dem Chorverband katholischer Kinder- und Jugendchöre, nach Stockholm und im Oktober führt die erste Konzertfahrt nach Baden-Württemberg.


Die Domkantorei

 

Mit der Aufführung von Johann Sebastian Bachs Messe in H-Moll begann 1981 die Geschichte der Paderborner Domkantorei, die sich seither zu einem der profiliertesten Chöre der Region entwickelt hat. Die musikalisch zumeist vorgebildeten Sängerinnen und Sänger wurden bis 2006 von Domkapellmeister Theodor Holthoff geleitet. Seit 2007 liegt die Leitung in den Händen von Domkapellmeister Thomas Berning. Neben der regelmäßigen Gestaltung von Pontifikal- und Kapitelsämtern im Paderborner Dom hat es sich der Chor zur Aufgabe gemacht, in seinen Konzerten anspruchsvolle A-cappella-Chormusik aller Epochen zu Gehör zu bringen. So zählen Messen und Motetten von Giovanni Pierluigi das Palestrina und Orlando di Lasso ebenso zu seinem Repertoire wie die Motetten J.S. Bachs und große Chorwerke von Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Reger, Martin, Distler u.v.a.. Die oratorischen Konzerte des Chores sind ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Paderborn. Zu den Höhepunkten zählen die Aufführungen von Mendelssohns "Elias" und "Paulus", Brittens "War Reqiuem", sowie der oratorischen Großwerke Johann Sebastian Bachs.

Für Männer und Frauen, die in der Domkantorei singen möchte, ist neben einer schönen Stimme musikalische Bildung und nach Möglichkeit das Spielen eines Musikinstrumentes die Voraussetzung, da gute Notenkenntnisse unerlässlich


Die Schola Gregoriana am Hohen Dom zu Paderborn

Die Pflege des Gregorianischen Chorals nimmt einen besonderen Stellenwert in der Chormusik am Hohen Dom ein. Neben den regelmäßigen Choralämtern, in denen die Schola die Teile des Messordinariums und Teile des Propriums singt, wird in den Pontifikal- und Kapitelsämtern, in denen der Domchor mitwirkt, der gregorianische Introitus und die Communio vom Sonn- oder Festtag gesungen.

Aus den Herrenstimmen des Domchores hat sich Anfang 2007 die Schola Gregoriana formiert, deren 12 Sänger sich intensiv mit der Singweise des Gregorianischen Chorals beschäftigen.

Die Schola gestaltete in der kurzen Zeit ihres Bestehens beachtete Konzerte in Paderborn und auf Einladung des "Dalheimer Konzertsommers 2007" und der "20. Musikwochen Weserbergland 2008" im Kloster Dalheim und in der romanischen St. Aegidien-Kirche in Lügde.