Ein großartiges Projekt hatte Dekanatskirchenmusiker Ralf Borghoff für die IV. Erwitter Orgelnacht in der wunderschönen St. Laurentiuskirche zusammengestellt.
Fünf Blechbläser des WDR-Sinfonieorchesters, die sich 2008 zum „Brass Consort Köln“ zusammengetan haben, machten sich auf ins westfälische Erwitte. Hier traf das vielseitige Ensemble zum gemeinsamen Musizieren auf Chöre aus Erwitte, Lippstadt und Paderborn:
Den Konzertchor der Mädchenkantorei des Hohen Domes zu Paderborn mit Herrenstimmen des Domchores Paderborn unter der Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle, den Kammerchor des Dekanats Lippstadt-Rüthen unter der Leitung von DKM Ralf Borghoff, Gudrun Tollwerth-Chudaska, Sopran als Solistin und Verena Curuti, Alina Rober, Maxim Korobeinikov und Hannah Fricke von der Hochschule für Musik in Detmold als Instrumentalisten.

Unter dem Thema „Himmelklänge“ bot das Programm eine außergewöhnlich große Anzahl unterschiedlichster Musik für Bläser, Chor und Orgel von Brahms, Grisgny, Franck u.a.
Höhepunkt und Finale war das „Buccinate“ ein Werk mit nicht weniger als 19 Stimmen in 4 Chören von Giovanni Gabrieli, welches von allen Ausführenden gemeinsam musiziert wurde.
Die Besonderheit: Das Konzert wurde vom WDR mitgeschnitten und hat bereits einen festen Sendeplatz am Donnerstag, 27. Februar um 20:04 Uhr. Johannes Zink wird dieses WDR3-Konzert moderieren.

Erwitte, St. Laurentius, das ist nicht nur eine eindrucksvolle Kirche, mit einer großartigen Konzertgemeinde sondern auch eine überaus engagierte Pfarrgemeinde, die in der heutigen Zeit noch in der Lage ist über Spenden und verschiedenste Zuwendungen einen beeindruckenden Orgelneubau umzusetzen.
Hans Gerd Westermann, Pfarrer und Leiter des Pastoralverbundes Erwitte war der Motor des Projekts neue Aubertin-Orgel, die seit 2016 in St. Laurentius steht. Ein außergewöhnlich schönes Musikinstrument, gebaut von der Manufacture d´Orgues von Dr. Bernard Aubertin aus Courtefontaine im französischen Jura.

In der Summe ein Konzertabend einmal ganz anders, denn die Pfarrgemeinde sorgte auch am Samstag für eine besondere Konzert- und Aufnahmeatmosphäre:
Das umfangreiche Konzertprogramm wurde aufgrund der Tontechnik in drei Aufnahmeblöcke gegliedert. Zwischen den 30-minütigen Konzertteilen lud die Kirchengemeine zum Gespräch mit einem Glas Wein und Gebäck in die benachbarte Gaststätte Marx.

Ein rundum gelungener Abend, wunderbare Musik, eine außergewöhnlich schöne Kirche und irgendwie auch Studioatmosphäre, man durfte mittendrin sein, das „making of“ erleben.
Last but not least:
„Brass Consort Köln“ formiert vor gut 10 Jahren, um sich über die Orchesteraufgaben hinaus der Kammermusik für Blechbläser zu widmen, sorgte in St. Laurentius für wahre Himmelsklänge. Musik, wunderschön teilweise in einer unglaublich dichten Klangwolke, die das ganze Gotteshaus füllte.

Himmelsklänge Konzertbilder