Logistische Herausforderung beim Chorfest 2019 der „pueri cantores“
 
Sprachen wir am vergangenen Dienstag noch von ca. 1700 jungen Sängerinnen und Sängern plus Begleitpersonal für das Deutsche Chorfest 2019 der „pueri cantores“ in Paderborn, gab es kurz vor dem offiziellen Anmeldeschluss noch einmal eine richtigen Run im Netz: Auf 2800 Personen steht mittlerweile der Zähler und rechnet man die aus näherer und weiterer Umgebung anreisenden „Supporter“ in Form von Freunden und Verwandten dazu, ist die 3000er Schallmauer nicht weit weg. Was für eine bunte, quirlige Truppe wird die Paderstadt zwischen dem 3. Und 7. Juli „fluten“.
 
„Eine enorme Logostische Herausforderung ist angesagt“, begann Domkapellmeister Thomas Berning, Chef des Organisationsteams seine einleitenden Worte am Helferabend im vollbesetzten Proberaum der Domsingschule. Es sei gut, dass das Team in den vergangenen Monaten eine nahezu vollständige Vorbereitungsarbeit geliefert hat und übergab das Wort an die Leiterin des Festivalbüros, Annalena Müller.
 
Bestens gelaunt konnte Annalena – man duzt sich im sechsköpfigen Team – mit großen Zahlen agieren:
2800 Übernachtungsplätze, davon nur 200 direkt vor Ort, aber in allen brauchbaren Einrichtungen im 40 km Umkreis gebucht, müssen bedient werden. Ein riesiges Shuttleprogramm sei zu bewältigen, denn nur 40 der 90 Chöre reisen mit eigenem Bus an, wobei ein Teil dieser Busse auch gleich wieder zurückfährt. Gut 80 Chöre fahren demnach morgens und abends aus dem Umkreis an.
 
Thema Catering:
  • Im Konrad-Martin-Haus und Liborius-Forum sind 2800 Personen zu verköstigen
  • Zur Ankunft und vor der Abreise sind 2800 Lunchpakete zu packen und zu verteilen
  • 5000 kleine Knabber-Salatgurken, extra angepflanzt bei der Gärtnerei Rodenbröker sind zu ernten und zu verteilen
  • 2800 Liter Mineralwasser = 2,8 to, gesponsort von Bad Driburger Brunnen sind an die Veranstaltungsorte zu bringen
  • PET-Pfandflaschen sind einzusammeln und zurückzubringen
Thema Ordnungsdienst:
  • Ordnungsdienste bei allen Auftritten im Dom, in den Kirchen der Stadt und vor allem den Großevents
  • Weltliche Eröffnung und Friedensgebet im Paderquellgebiet
  • Chorparty in der Maspernhalle
  • Abschlussgottesdienst im Dom
  • Gesangdarbietungen in der Stadt und den Kirchen bei den Wandel- und Begegnungskonzerten.
Nachhaltigkeit:
  • PET-Mehrwegflaschen gesponsort von Bad Driburger Brunnen
  • 4 Zapfbrunnen zum Nachfüllern
  • Ein Team mit dem lustigen Namen „Müll-Guerilla“ wird hinter dem Festivaltross herziehen und den Rest vom Fest weitgehend aufsammeln
  • Nachhaltig produziert auch:
  • Das Chorbuch, dick wie ein Telefonbuch 
  • Sitzkissen
  • aus Bio-Baumwolle gefertigte Chorbeuteln, die erstmalig die früher verwendeten belasteten Rucksäcke ersetzen
  • Der Clou: Zertifizierter Regenponcho aus gentechnikfreier Maisstärke, im Notfall essbar.
 
Alle Weichen sind also gestellt, um den vielen jungen Sängerinnen und Sängern eine tolle Zeit in der Domstadt an den Quellen zu bieten.
 
Aber: Helfer „WANTED“,All hands on deck
 
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