Kein festgeschriebenes Programm, keine Noten, nicht einmal eine genaue zeitliche Begrenzung. Es ist Kunst, die im Augenblick entsteht und nur in der Gegenwart existiert. Wenn der Paderborner Dom an vier Konzertabenden internationale Organisten beim diesjährigen Orgelfestival begrüßt, werden die Besucher etwas hören, was man sonst nur aus dem Jazz kennt. Oder eben aus der Liturgie. Die hohe Kunst der Improvisation findet hier ein Refugium – und man wundert sich, was sich aus drei Orgeln mit insgesamt 151 Registern und über 10.000 Pfeifen alles herausholen lässt.

Mit ihrer Disposition und den technischen Möglichkeiten verfügt die Domorgel über ideale Voraussetzungen, nahezu alle Stile zu kopieren und auch den Personalstil eines Improvisators optimal darzustellen. Sie bietet den Musikern vielfältige Möglichkeiten, Klänge nicht nur zu speichern, sondern auch neu zu kreieren.

In diesem Jahr hat Domorganist Tobias Aehlig die drei renommierten Improvisatoren und Dozenten Tomasz Adam Nowak aus Münster, Franz Josef Stoiber aus Regensburg und Sietze de Vries aus Groningen (Niederlande) eingeladen.

Die Konzerte sind jeweils freitags um 19:30 Uhr. Los geht es am 24. Mai mit dem Gastgeber an der Orgel. Themenwünsche (nur mit Noten!) können bis 15 Minuten vor Konzertbeginn an der Kasse abgegeben werden.

Karten zu 10,- Euro (ermäßigt 5,- Euro) erhalten sie im Vorverkauf (voraussichtlich ab 11. Mai) im Paderborner Ticket-Center oder an der Abendkasse 30 Minuten vor Konzertbeginn. Konzertpass für alle 4 Konzerte: 25,- €; Familienkarte pro Konzert: 15,- €

Tobias Aehlig (24.5.)

Tomasz Adam Nowak (31.5.)

Franz Josef Stoiber (7.6.)

Sietze de Vries (14.6.)